Geld- oder Sachleistung

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Die Frage, ob im Sozialbereich eher Geld-oder Sachleistungen zu bevorzugen sind, lässt sich nicht mit einem schlichten Ja oder Nein beantworten und ist auch von der jeweiligen Zielgruppe abhängig. Sachleistungen gelten generell als treffsicher und tragen zur Verbesserung von Chancengerechtigkeit bei.

Sie sind für die öffentliche Hand leichter zu steuern und ermöglichen eine einheitliche Qualitätssicherung. Geldleistungen wiederum ermöglichen den Betroffenen mehr Wahlfreiheit und Selbstbestimmung um den individuellen Hilfebedarf  nach persönlichen Wünschen abzudecken. Zudem folgen sie der Marktlogik, da die Kund_innen eigenverantwortlich aus einer Palette von Anbietern nach persönlichen Vorlieben wählen können.

Lenkung durch Massnahmenmix

Die soziale Absicherung erfolgt in Österreich auf unterschiedlichen Ebenen (Bund, Länder und Gemeinden), wobei die Verantwortung für viele Bereiche (Kinder-und Jugendwohlfahrt, Kinderbetreuung, Behindertenhilfe, Wohnungslosenhilfe, ambulante und stationäre Pflege, mobile Betreuung sowie bei der Bedarfsorientierten Mindestsicherung) bei den Ländern oder Gemeinden liegt. Vielfach ist auch ein Mix aus Geld- und Sachleistungen erforderlich, um Menschen zu mehr Selbstbestimmung zu verhelfen. So ist bspw. im Bereich der Kinderbetreuung oder bei der Mindestsicherung die alleinige Auszahlung von Geld nicht ausreichend. Ohne den Ausbau von Krippenplätzen oder der Bereitstellung von arbeitsintegrativen Massnahmen verharren die Betroffenen in ihrer Abhängigkeit zur sozialen Geldleistung.

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