Wiener G´schichten: Misswirtschaft beim wienkav

wienkavDer Wiener Krankenanstaltenverbund (wienkav) versenkt 1,6 Millionen– Die politische Verantwortung liegt bei Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely.

Laut einem aktuellen Bericht des Wiener Stadtrechnungshofs  wurden für die Inbetriebnahme eines neuen Arzneimittel- Verteilungssystems namens „Unit-Dose“ insgesamt 1,6 Mill. € aufgewendet (ohne interne Kosten bei Betriebsmitteln und Personal des wienkav, die schwer beziffert werden können). Der Auftrag wurde schließlich aufgrund erheblicher Mängel bei der US-Firma storniert.

Aus dem RH-Bericht (S. 26)
3.9 Für das letztlich erfolglose Unit-Dose-Projekt fielen an externen Aufwänden bzgl.
der Unit-Dose-Anlage Investitionskosten von 964.000,– EUR, Wartungskosten von
408.535,87 EUR und Kosten für Verbrauchsmaterialien in der Höhe von 26.235,40 EUR
sowie bzgl. Leistungen der Firma C (Verordnungssoftware) und der Firma E (Beratungsleistungen)
Kosten in der Höhe von 90.395,– EUR (35.200,– EUR plus 55.195,– EUR) und 139.454,57 EUR an (insgesamt 1.628.619,84 EUR). Dazu kamen noch die Kosten für die internen Aufwände des Krankenanstaltenverbundes, die allerdings nicht quantifiziert werden konnten, da sie von der Unternehmung nicht explizit ausgewiesen wurden.

Kritik übte der Stadtrechnungshof auch bei der unzureichenden Machbarkeitsstudie, die schließlich zur Beauftragung des Projekts geführt hat. Machbarkeitsstudien dienen in der Regel dazu die sachliche und wirtschaftliche Realisierbarkeit von Projekten mittels Prognoserechnungen, Betriebskonzepten und Umsetzungsplänen zu prüfen.

Der wienkav ist Bestandteil des Magistrats der Stadt Wien und wird als gesonderte  Institution neben den Magistratsabteilungen geführt. Welche Konsequenzen sind nun zu erwarten?

Keine, da Politiker_innen in Österreich bei Verfehlungen kein Rückgrat haben die Verantwortung zu übernehmen und ihre Funktion zur Verfügung zu stellen, schon gar nicht vor der Wienwahl.

Schau rein: #Wienkannbesser mit mehr Transparenz, Bürger_innenbeteiligung und sozialer Innovation

Zeit wird´s: Antidiskriminierungsschutz ausweiten!

regenbogenfahne-e1360426517456 - KopieDie jüngsten Ereignisse (ein lesbisches Pärchen wurde in Wien aufgrund eines Kusses aus dem Cafe Prückel hinauskomplementiert) bestätigen wieder, dass der Diskriminierungsschutz in Österreich nicht weit genug geht.

Mit einem simplen „levelling up“ im Bundes-Gleichbehandlungsgesetz (B-GlBG) könnten bei einer Diskriminierung aus Gründen der Religion, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung bei öffentlichen Gütern und Dienstleistungen – also auch außerhalb der Arbeitswelt – Schadenersatzansprüche geltend gemacht und somit der Diskriminierungsschutz gestärkt werden.

Auf EU Ebene liegt seit 2008 ein entsprechender Entwurf der EU Kommission vor. Seitdem ist dort aber nicht viel weiter gegangen. Österreich müsste auch gar nicht darauf warten bis eine entsprechende EU-Richtlinie vorliegt, sondern könnte durch ein lang gefordertes „levelling up“ des Bundesgesetzes selbst aktiv werden. Bremsen tut wieder mal die „christlich-soziale“ Partei…

Die Bedeutung von Demokratie

cimg2589-e1420562073848Steig ein bei Demokratieleben und mach mit beim offenen Brief an die Demokratie.
Hier mein Beitrag: Demokratie bedeutet für mich Vielfalt – darunter fällt seine Meinung frei äußern zu können, ein respektvoller Umgang gegenüber Andersdenkenden und der Mut zu kritischem Denken und zivilcouragiertem Handeln. Demokratie ist nie perfekt aber immer noch die beste Form die mir bekannt ist um das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Gesinnung, Religion, Geschlechtszugehörigkeit oder sexueller Ausrichtung zu gewährleisten.